Dekubitus richtig behandeln | ilon Protect-Salbe

Dekubitus

Ein Dekubitus ist eine Geschwüre, das einen Hautbereich und tiefer liegende Gewebe beschädigt. Die Entstehung eins Geschwüres (Ulkus) kommt durch Druck und Reibung auf der Haut zustande.

Behandlung eines Dekubitus

Ist ein Dekubitus entstanden, muss dieser so schnell wie möglich behandelt werden. Dabei kommt es darauf an, die betroffenen Hautpartien so weit wie möglich von Druck zu befreien. Doch vor der Einleitung der ersten Maßnahmen stehen die Beurteilung der Wundsituation und die Einschätzung des Schweregrads des Druckgeschwürs durch einen ausgebildeten Fachmann (z.B. Arzt oder Wundmanager) an.

Umlagern als Erste Hilfe

Egal, welcher Schweregrad des Dekubitus festgestellt worden ist, jetzt kommt alles auf die Druckentlastung an. Damit gilt das Umlagern als wichtigste Behandlungsmaßnahme und Mittel der Ersten Hilfe zugleich. Bettlägerige Patienten werden gezielt gelagert, und zwar auf eine Art, wie sie auch für die Prophylaxe der Druckgeschwüre eingesetzt wird. Außerdem helfen druckverteilende Unterlagen, wozu unter anderem Wechseldruckmatratzen gehören. Sie lassen das Geschwür zwar nicht verschwinden, dämmen aber dessen Ausbreitung ein.

Wundversorgung und Therapieeinleitung

Druckgeschwüre müssen unbedingt von einem Arzt untersucht und in ihrer Schwere beurteilt werden. Dieser wird die individuell abgestimmte Therapie einleiten. Auch Pflegedienste kommen als Ansprechpartner infrage, sofern diese kompetent im Umgang mit schwerst-pflegebedürftigen Patienten sind. Wichtig: Keine Experimente mit Salben oder Pudern beginnen, sie können im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass sich das Problem des Dekubitus ausbreitet.
Kleine Wunden, die noch trocken sind, werden meist nur mit einem sterilen Verband abgedeckt. Nässt die Wunde, ist eine Spülung mit Kochsalzlösung nötig. Teilweise wird danach ein Hydrokolloidverband angelegt, der die Stelle luftdicht verschließt. Gleichzeitig wird die Wunde darunter feucht gehalten und kann dadurch besser heilen. Sie ist keiner Keimbelastung ausgesetzt und verklebt nicht mit der Wundabdeckung.

Entfernung toten Gewebes nötig

Ist der Dekubitus weiter fortgeschritten, kann totes Gewebe in der offenen Wunde zu finden sein. Dieses muss durch einen Arzt entfernt werden, damit sich keine Entzündungen bilden. Der Arzt muss dazu unter sterilen Bedingungen arbeiten, in der Regel wird diese Art der Versorgung im Krankenhaus durchgeführt. Danach erfolgt eine gründliche Säuberung der Wunde, wobei hier in mehreren Schritten vorgegangen wird.
In regelmäßigen Abständen müssen Abstriche von derartigen Wunden genommen werden, damit eine mögliche Infektion schnell erkannt wird. Zeigt sich eine Entzündung, so wird der Arzt umgehend mit der Therapie über Antibiotika beginnen.
Bei schweren Formen des Dekubitus können Muskeln und Sehnen, teilweise sogar die Knochen angegriffen sein. In dem Fall ist eine umfangreichere Operation nötig, um die offenen Stellen schließen zu können. Der Arzt spricht dabei von einer Gewebeverschiebung: Gesundes Gewebe wird auf die Stellen transplantiert bzw. geschoben, nachdem diese gründlich gereinigt wurden. Damit soll ein Verschluss der Wunde erreicht werden, gleichzeitig soll die Funktionsfähigkeit des Gewebes erhalten bleiben.

Kausal- und Lokaltherapie

Die eben beschriebenen Maßnahmen fallen in den Bereich der Lokaltherapie. Das heißt, dass hier die betroffenen Stellen behandelt werden und der Arzt alles versucht, um den Verschluss der Wunden zu erreichen. Auf der anderen Seite muss aber eine Kausaltherapie eingeleitet werden, bei der die Ursachen des Dekubitus bekämpft werden. Dazu gehört unter anderem die möglichst vollständige Entlastung von Druck, außerdem ist eine Schmerztherapie vonnöten. Während bei kleinen Wunden meist noch keine Schmerzmittel nötig sind, brauchen die meisten Patienten bei einem schweren Dekubitus längere Zeit medikamentöse Hilfe zur Schmerzbewältigung. Außerdem soll der Allgemeinzustand des Patienten verbessert werden, was durch eine Anregung zur Bewegung angestrebt wird. Auch die Verbesserung der Ernährung spielt hier eine Rolle, denn über diese kann das Immunsystem des Patienten gestärkt werden, was durch die offenen Wunden geschwächt wird.